Foto: Petra Miraglia
Er kennt die Mathildenhöhe nicht nur aus der Geschichte – er hat an ihrer Zukunft mitgeschrieben: Nikolaus Heiss war maßgeblich daran beteiligt, das Darmstädter Ensemble auf die Unesco-Welterbe-Liste zu bringen. Heiss, Architekt und ehemaliger Denkmalpfleger der Stadt Darmstadt, hatte bereits im vergangenen Jahr Mitglieder des Freundeskreises über die Rosenhöhe geführt. Nun nahm er rund 15 Teilnehmer mit durch das Ensemble Mathildenhöhe.
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Bei bestem Sonnenwetter spannte er den Bogen vom historischen Wasserspeicher bis zur Avantgarde der Klassischen Moderne. Am Haus Glückert und an den Häusern Olbrich, Deiters und Ernst Ludwig zeigte er, wie aus dem Grundsatz „Form folgt Funktion“ gebaute Wirklichkeit wurde. Einen zusätzlichen Glanzpunkt bildete neben dem Platanenhain und dem Schwanentempel auch die russische Kapelle mit ihren Mosaiken und ornamentalen Majolikafriesen.
Zum Schluss zückte Heiss den Schlüsselbund und öffnete den Wasserspeicher unter dem Ausstellungsgebäude. Tief ging es hinab, bis die Teilnehmer in den Tonnengewölben
des Wasserbauwerks standen und den Ausführungen des ehmaligen Denkmalpflegers lauschten.
Nach dem Abstieg in die Darmstädter Unterwelt endete der Tag für die Teilnehmer entspannt beim gemeinsamen Mittagessen im Herrngartencafé.
Text: A. Bertram