Wie entstand diese inszenierte Fotografie?

Im Jahr 2017 besteht die Regionalpartnerschaft Hessen - Emilia-Romagna seit 25 Jahren. Aus diesem Anlass schreibt die Hessische Staatskanzlei einen Fotowettbewerb aus mit dem Thema: " Europa - Hort der gemeinsamen Werte?"

Das Goethe-Gymnasium Bensheim beteiligt sich an diesem Wettbewerb mit zwei Kunstkursen von Studienrätin Ute Ritter und der Medien-AG von Studienrat Thomas Brückler. Eingereicht werden Werke im künstlerischen Format der inszenierten Fotografie. Die Inszenierung Emilia-Assia ist unter den Gewinnern und wird in einen Kalender aufgenommen, der  die preisgekrönten Arbeiten von Schülern aus Hessen und der Emilia-Romagna zeigt.

 

Diese inszenierte Fotografie Emilia-Assia ist eine Bearbeitung eines Gemäldes des deutschen Malers Friedrich Overbeck, das 1828 unter dem Titel "Italia und Germania" erschienen ist. Der Maler gehörte zum "Lukasbund", einer dem Katholizismus nahestehenden Künstlergruppe der Romantik, die zunächst in Wien, ab 1810 in Rom lebte und arbeitete und wegen ihrer an der damaligen Christusvorstellung orientierten Haartracht "Nazarener" genannt wurden. In die Kunstgeschichte ging dieser Begriff erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein.

 

Im Gegensatz zu den Begründern und bis heute repräsentativen Vertretern des Italienkults im 18. Jhr. ( J.W.Goethe, sein Vater Johann Caspar , Winckelmann, Moritz und Seume), die auf ihrer Bildungsreise in Italien die Antike suchten, war der "Lukasbund" erfüllt vom christlichen Rom und der mittelalterlichen Klosterwelt.

Das Ölgemälde "Italia und Germania" ist eine Allegorie und soll eine innere Verbundenheit der mediterranen und der nordischen Kulturregionen zum Ausdruck bringen. Mit "Germania" ist daher nicht das heutige italienische Wort für "Deutschland" gemeint.

 

Das Original gibt es hier:  Italia und Germania

 

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